Osterfeuer auf dem Mühlenberg ein voller Erfolg!
Ostersonntag, kurz vor halb sieben: Auf dem Mühlenberg zwischen Klein- und Großburgwedel steht ein mannshoher Berg aus gebündeltem Astwerk – und drumherum stehen mehrere hundert Burgwedelerinnen und Burgwedeler. Dann greift das Feuer, die Funken steigen in den Abendhimmel, und für einen Moment wird es still. Das Osterfeuer der Jungen Union Burgwedel gehört zu den Terminen, die man sich hier im Kalender anstreicht.
Wochen der Vorbereitung
Was an einem Abend brennt, sammeln wir über Wochen. Schon ab Ende Februar sind unsere Mitglieder mit Anhängern in allen sieben Ortsteilen unterwegs und holen Baum- und Strauchschnitt direkt von den Grundstücken ab. Gegen eine kleine Spende nehmen wir gebündeltes Astwerk mit – das erspart den Weg zum Wertstoffhof und finanziert zugleich unsere Arbeit vor Ort.
Zwei Dinge sind uns dabei wichtig. Erstens: Das Holz muss gebündelt sein, sonst bekommen wir es nicht sicher verladen. Zweitens: Es darf ausschließlich naturbelassener Baum- und Strauchschnitt sein. Behandeltes oder lackiertes Holz, Wurzelstubben, Bauholz und Altmetall können wir aus Umwelt- und Brandschutzgründen nicht annehmen. Wer im kommenden Jahr mitmachen möchte, meldet sich einfach rechtzeitig unter osterfeuer@ju-burgwedel.de – wir stimmen dann einen Abholtermin ab.
Sicherheit gehört dazu
Ein Osterfeuer dieser Größe ist Teamarbeit, und zwar nicht nur unsere. Der Termin wird mit der Stadt Burgwedel abgestimmt, die Feuerwehr sichert den Abend ab, und die Fläche wird großzügig abgesperrt, damit der Abstand zum Feuer stimmt. Auch die Witterung entscheidet mit: Bei anhaltender Trockenheit oder starkem Wind wird ein Osterfeuer kurzfristig abgesagt – da gibt es keinen Ermessensspielraum.
Besonders am Herzen liegt uns der Tierschutz. Ein über Wochen aufgeschichteter Holzhaufen ist für Igel, Kaninchen und Bodenbrüter ein einladendes Quartier. Deshalb schichten wir den Haufen am Nachmittag vor dem Anzünden noch einmal vollständig um. Das ist Knochenarbeit und kostet mehrere Stunden – und ist für uns trotzdem selbstverständlich.
Ein Abend für alle Generationen
Was uns jedes Jahr aufs Neue freut: Auf dem Mühlenberg steht wirklich die ganze Gemeinde. Familien mit Kindern auf den Schultern, Jugendliche aus Wettmar und Thönse, Nachbarinnen und Nachbarn, die sich seit dem letzten Osterfeuer nicht gesehen haben. Für Bratwurst und Getränke war gesorgt; der Erlös fließt vollständig in unsere Arbeit zurück – in die nächste Aktion, das nächste Projekt, das nächste Osterfeuer.
Genau darum machen wir das. Ein Feuer auf einem Feld ist erst einmal nur ein Feuer. Was daraus wird, entscheidet sich daran, wer davorsteht und mit wem man ins Gespräch kommt. Aus manchem dieser Gespräche ist bei uns schon eine Mitgliedschaft geworden.
Danke!
Unser Dank geht an alle, die den Abholservice genutzt und uns damit unterstützt haben. An die Landwirte, die uns Fläche und Technik zur Verfügung stellen. An die Feuerwehr für die Absicherung. Und an jedes Mitglied, das an kalten Samstagvormittagen Astwerk auf den Anhänger gewuchtet hat.
Ein Wort noch zum Wetter: Der Boden war in diesem Jahr feucht genug, die Windverhältnisse ruhig – Bedingungen, auf die man sich nicht verlassen kann und über die am Ende die Behörden entscheiden. Dass es geklappt hat, ist also nie selbstverständlich.
Nach dem Osterfeuer ist vor dem Osterfeuer – im kommenden Frühjahr fangen wir wieder von vorne an. Wer Lust hat, mit anzupacken, ob beim Sammeln, beim Aufbau oder am Getränkestand, ist herzlich eingeladen. Mitglied sein muss man dafür nicht. Einfach melden, vorbeikommen, mitmachen.
Jahreshauptversammlung: Tristan Henke bestätigt!
Einmal im Jahr ziehen wir Bilanz. Bei der Jahreshauptversammlung der Jungen Union Burgwedel standen Rechenschaftsbericht, Kassenbericht, Entlastung und Neuwahlen auf der Tagesordnung. Das Ergebnis: Unser Vorsitzender Tristan Henke wurde einstimmig im Amt bestätigt und führt den Gemeindeverband gemeinsam mit einem in Teilen erneuerten Vorstandsteam in das politische Jahr 2026.
Rückblick auf ein aktives Jahr
Der Rechenschaftsbericht fiel entsprechend umfangreich aus. Neben dem Osterfeuer auf dem Mühlenberg – unserer größten öffentlichen Veranstaltung – prägten vor allem die kleinen, regelmäßigen Formate das Jahr: Ortsbegehungen in den Ortsteilen, Gespräche mit Ratsmitgliedern und der Verwaltung, gemeinsame Abende mit anderen JU-Verbänden aus der Region Hannover und die inhaltliche Arbeit an unseren Schwerpunktthemen.
Dazu kamen die Aufgaben, die auf keinem Plakat auftauchen: Einladungen verteilen, nach Veranstaltungen aufräumen, Anträge vorbereiten, unsere Kanäle in den sozialen Medien pflegen. Ehrenamt besteht zu einem guten Teil aus genau solcher Arbeit – und sie verteilt sich nur dann fair, wenn viele mit anpacken.
Auch der Kassenbericht wurde vorgestellt und von den Kassenprüfern ohne Beanstandung bestätigt. Die Entlastung des bisherigen Vorstands erfolgte anschließend einstimmig. Erfreulich war zudem die Mitgliederentwicklung: Der Verband ist im vergangenen Jahr gewachsen – vor allem über persönliche Ansprache bei unseren Veranstaltungen.
Der Vorstand für das kommende Jahr
Gewählt wurden neben dem Vorsitz die stellvertretenden Vorsitzenden, die Schatzmeisterin beziehungsweise der Schatzmeister, die Schriftführung sowie mehrere Beisitzerinnen und Beisitzer. Damit ist der Vorstand wieder vollständig besetzt. Bewusst haben wir dabei darauf geachtet, dass möglichst viele Ortsteile vertreten sind – wer in Fuhrberg wohnt, bekommt andere Themen mit als jemand aus Großburgwedel, und genau das soll sich im Vorstand abbilden.
Ebenfalls bestimmt wurden unsere Delegierten für die übergeordneten Gremien der Jungen Union sowie die Kassenprüfung für das kommende Geschäftsjahr. Über die Delegierten bringen wir Anliegen aus Burgwedel auf die Kreis- und Bezirksebene – dorthin also, wo über Positionen entschieden wird, die später auch bei uns ankommen.
Für die laufende Arbeit haben wir uns einen festen Rhythmus vorgenommen: ein regelmäßiges Treffen im Monat, dazu themenbezogene Runden, wenn ein Projekt ansteht. Wer sich einbringen möchte, muss dafür kein Amt übernehmen – die meisten unserer Aktionen entstehen ohnehin in kleinen Arbeitsgruppen, die sich für eine Sache zusammenfinden.
Diese Themen nehmen wir uns 2026 vor
Aus der anschließenden Aussprache haben sich vier Arbeitsschwerpunkte für das laufende Jahr herauskristallisiert:
- Digitalisierung an Schulen – verlässliches WLAN, funktionierende Geräte und Wartung, die diesen Namen verdient.
- Mobilität – die Fortsetzung unserer ÖPNV-Initiative „Sicher ankommen“ mit konkreten Vorschlägen für Abend- und Wochenendverbindungen.
- Freizeit und Treffpunkte – Erhalt und Ausbau von Sportanlagen und Jugendtreffpunkten in allen Ortsteilen.
- Ehrenamt – die Zusammenarbeit mit Vereinen und Feuerwehren, ohne die in Burgwedel wenig läuft.
Offen für alle, die mitmachen wollen
Zum Schluss ein Hinweis, der uns wichtig ist: Unsere Treffen sind offen. Man muss weder Mitglied der CDU noch der Jungen Union sein, um einmal vorbeizuschauen, zuzuhören und mitzudiskutieren. Wer zwischen 14 und 35 Jahre alt ist und Lust hat, in Burgwedel etwas zu bewegen, ist bei uns richtig – die Mitgliedschaft ist und bleibt beitragsfrei.
Wir bedanken uns bei allen, die im vergangenen Jahr Verantwortung übernommen haben, und freuen uns auf ein Jahr, in dem wir aus Anträgen und Ideen möglichst viel Sichtbares machen.
Bedarfsgerechter ÖPNV für junge Burgwedeler
Unter dem Motto „Sicher ankommen“ hat die Junge Union Burgwedel eine Initiative gestartet, die sich mit dem öffentlichen Nahverkehr in unserer Stadt beschäftigt – und zwar aus der Perspektive derjenigen, die noch keinen Führerschein oder kein Auto haben. Denn für sie entscheidet der Fahrplan darüber, ob abends überhaupt etwas geht.
Warum uns das Thema betrifft
Wer in Wettmar, Thönse, Engensen, Fuhrberg oder Oldhorst wohnt, kennt die Ausgangslage. Die Linie 621 verbindet Engensen, Wettmar und Thönse über Kleinburgwedel mit Großburgwedel, die Linie 651 bindet Fuhrberg an. In Großburgwedel hält die S-Bahn-Linie S6, die im Stundentakt nach Hannover und nach Celle fährt. Tagsüber funktioniert diese Kette gut.
Abends wird sie dünn. Nach dem Sporttraining, nach der Chorprobe, nach einem Konzert in Hannover ist die entscheidende Frage nicht, ob man hinkommt, sondern ob man zurückkommt. Wer dann keine Mitfahrgelegenheit organisiert, bleibt entweder länger, als er wollte, oder fährt gar nicht erst los.
Betroffen sind dabei nicht nur Freizeitwege. Auszubildende, die in Hannover oder Celle arbeiten, Schülerinnen und Schüler weiterführender Schulen, Studierende im ersten Semester ohne Auto – für sie alle ist der Nahverkehr keine Bequemlichkeit, sondern die Voraussetzung dafür, überhaupt am Ort wohnen bleiben zu können. Wer jung ist und wegzieht, tut das selten wegen der Miete allein.
Was sich schon verbessert hat
Fairerweise gehört dazu: Mit dem On-Demand-Verkehr sprinti hat sich in Burgwedel einiges getan. Das Angebot fährt ohne festen Fahrplan, wird per App oder Telefon gebucht und gilt mit dem normalen GVH-Ticket – auch mit dem Deutschlandticket. Die Betriebszeiten reichen von montags bis donnerstags 5:30 bis 1:00 Uhr, freitags bis 4:00 Uhr, samstags von 7:00 bis 4:00 Uhr und sonntags von 8:00 bis 1:00 Uhr. An Wochenenden ersetzt sprinti die Linien 621 und 651 vollständig.
Das ist ein echter Fortschritt und wird von uns ausdrücklich begrüßt. Aber es hat Grenzen: Wer nach einer Veranstaltung zu fünft gleichzeitig nach Hause will, bekommt nicht immer zeitnah ein Fahrzeug. Und ein Angebot, das man kennen und buchen können muss, erreicht nicht automatisch alle.
Was wir konkret fordern
- Verlässliche, abgestimmte Anschlüsse zwischen den Ortsteilbussen und der S6 in Großburgwedel – auch in den Abendstunden.
- Ausreichende sprinti-Kapazität an Wochenenden und zu Veranstaltungszeiten, damit Wartezeiten planbar bleiben.
- Beleuchtete, saubere und einsehbare Haltestellen in allen Ortsteilen – Sicherheit ist auch ein Gefühl.
- Sichere, überdachte Fahrradabstellanlagen am Bahnhof Großburgwedel, damit die Kombination Rad und Bahn funktioniert.
- Fahrpläne, die zu den tatsächlichen Schul- und Ausbildungszeiten passen, statt umgekehrt.
- Echtzeit-Informationen an den wichtigsten Haltestellen, nicht nur in der App.
So kannst du mitmachen
Forderungen allein überzeugen niemanden – konkrete Erfahrungen schon. Deshalb sammeln wir sie: Welche Verbindung hast du gebraucht, an welchem Tag, zu welcher Uhrzeit, und was hat nicht funktioniert? Je genauer die Schilderung, desto brauchbarer ist sie für uns.
Die Rückmeldungen bündeln wir und bringen sie in die Gespräche mit der Stadt Burgwedel und der Region Hannover ein, die für den Nahverkehr zuständig ist. Schreib uns dafür einfach über das Kontaktformular weiter unten auf dieser Seite. Jede Meldung hilft – auch die vermeintlich kleine.
Uns ist bewusst, dass sich ein Fahrplan nicht über Nacht ändert und dass jede zusätzliche Fahrt Geld kostet. Genau deshalb sammeln wir Belege statt Behauptungen: Wer zeigen kann, dass an einem bestimmten Wochentag regelmäßig ein Dutzend junger Leute vor demselben Problem steht, argumentiert anders als jemand, der nur ein Gefühl beschreibt. Und wir bleiben dran – „Sicher ankommen“ ist als längerfristige Initiative angelegt, nicht als einmalige Aktion.